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Das touristische Angebot von Neuhaus am Rennweg bliebe
unvollständig, würde man den Wintersport in der "weißen Saison" unerwähnt
lassen.
Hierzu ist die Stadt inkl. ihrer Ortsteile Steinheid, Scheibe-Alsbach und Siegmundsburg durch ihre Höhenlage und die damit verbundene relative Schneesicherheit geradezu prädestiniert..
Hier finden Sie einige Tipps und Anregungen für einen
abwechslungsreichen Winterurlaub:
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Familiengaudi an der Skiliftanlage "Am Apelsberg"
1 Einzelschlepplift 270m
1 Umlaufbügellift (Kinderlift) 150m
Höhenunterschied 40m
Aktuelle Öffnungszeiten (entsprechend Schneehöhe /
Schneebeschaffenheit) werden durch die städtische TOURISTINFORMATION
unter Tel: 0 36 79 - 1 94 33 veröffentlicht.
Diese, besonders für Familien freundliche Anlage, zeichnet sich
durch moderate Preise aus:
1.) Halbtageskarte
(gültig 9-13:00 od. 13-17:00 Uhr
Erwachsene: 6,00 € je Person
Ermäßigungen: 3,00 € je Person
2.) Tagesfahrten - Zehnerkarte
Erwachsene: 4,00 € je Person
Ermäßigungen: 2,00 € je Person
3.) Abendfahrten - Zehnerkarte
(gültig 18-21:00 Uhr nur bei Flutlichtbetrieb)
Erwachsene: 10,00 € je Person
Ermäßigungen: 3,00 € je Person
Ermäßigungen für begünstigte Personen:
- Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre
- Schüler, Studenten, Auszubildende
- Wehr - und Zivildienstleistende
- Schwerbehinderte
- Inhaber eines Sozialpasses
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Skilift "Dürre Fichte" im OT Siegmundsburg
Der Umlaufbügellift hat eine Schlepplänge von 350 m.
Wegen der sanften Neigung des Abfahrtshanges eignet er sich vor allem für Anfänger und Familien mit Kindern.
Neben dem Schlepplift befindet sich ein Kindergartenlift mit einer Länge von 100 m.
Auf einem Teil der Abfahrtspiste trifft man auf eine Buckelpiste nebst zusätzlicher Waldabfahrt.
Direkt neben dem Lift gibt es eine Ausleihe für Alpin- und Langlaufskier, Snow-Boards und allem was dazu gehört.
Eine Skischule ist ebenfalls vor Ort.
Auch ein Imbiss gehört zum Angebot.
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ACHTUNG! Bei Vorlage der gültigen Gästekarte, die
Gäste unserer Stadt bei einer Aufenthaltsdauer (ab 3
Übernachtungen) von Ihrem Gastgeber / Hotelier nach Ausfüllen des
Meldescheines und Bezahlung des Kurbeitrages erhalten, wird dem
Inhaber dieser Gästekarte inkl. der darin eingetragenen Personenzahl
je eine FREIFAHRT gewährt.
Weitere Skilifte finden Sie in der benachbarten Gemeinde Ernstthal
und in Siegmundsburg (9km). Der frühere Lifthang "Am Petersberg"
im Ortsteil Limbach ist heute ein beliebter Rodelhang. Nicht weit
davon entfernt, ca. 3 km, befinden sich im Ortsteil Siegmundsburg die
Snow-Tubinganlage sowie der Skilift "Dürre Fichte".
Die Skiarena namens >Silbersattel< befindet sich am 842m hohen Fellberg bei
Steinach (15 km – Richtung Lauscha) und ist das größte alpine
Skigebiet Thüringens.
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Tubing-Anlage im OT Siegmundsburg
Die Tubing-Anlage wird ganzjährig betrieben.
Im Winter schlittern die Reifen auf einer 250 m langen speziell präparierten Schneebahn ins Tal.
(Im Sommer wird auf einer rund 200 m langen Kunststoffbahn hinab geglitten)
4 Steilkurven sorgen für Kribbeln im Bauch. Bergauf geht es bequem per Schlepplift.
Im Winter ist die Anlage samstags unter Flutlicht bis 22 Uhr in Betrieb.
Im bevorstehenden Frühling wird die neue Tubing-Schanze eingeweiht.
Übrigens, sie ist die erste in Deutschland! Und Tubing ist ein Freizeitspaß für alle zwischen 3 und 83.
Die Tubing-Anlage verfügt ebenfalls über einen Imbiss. Weitere Infos
auch unter:
www.snow-und-sommer-tubing-siegmundsburg.de
Hinweis: Nähere Informationen zu einzelnen Angeboten finden Sie auch auf unserer Seite "Freizeiteinrichtungen"!
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Ski-Langlauf, Skating oder klassisch
Rund um Neuhaus am Rennweg wird durch unsere Stadtverwaltung
organisiert, dass ab einer entsprechenden Schneehöhe folgende
Skiwanderwege präpariert werden:
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Skiwanderweg „Rund um den Bornhügel“ (inkl. Loipengarten)
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Skiwanderweg „Rund um den Herrnberg“
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Skiwanderweg „Rund um den Apelsberg“
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Skiwanderweg „Rennsteig“ und „BRS Route“
Nicht nur als Wanderweg ist der Rennsteig beliebt, auch zum Skating
wird dieser historische Pfad meist von Ort zu Ort übergreifend,
gespurt.
Die „BRS Route“ ist ein ortsübergreifender Skiwanderweg:
Bergbahn – Rennsteig – Silbersattel (ca. 28 km) und führt somit von
Oberweißbach (784 m NN) über Cursdorf (774 m NN) weiter nach Neuhaus
am Rennweg (835 m NN) bis Steinheid (819 m NN), weiter zum Fellberg
bei Steinach, dem Areal der alpinen Skianlage, namens „Silbersattel“.
Insgesamt stehen unseren Gästen rund 40 km gespurte Skiwanderwege zur
Verfügung.
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Loipengarten am Bornhügel
Der Loipengarten – Einstieg Nähe Sportplatz Igelshieb /
Bahnhaltepunkt Igelshieb“ eignet sich hervorragend für erste
"Langlaufversuche" auf dem Laufski und wird entsprechend der
Witterung ebenfalls präpariert. Natürlich ist der Loipengarten, genau
wie das gespurte Skiwanderwege-Netz kostenlos nutzbar
- Dank Einnahmen durch Kurbeiträge. Hinweistafeln zur Lauftechnik
befinden sich im Loipengarten. In jeden Fall erfolgt die Benutzung stets auf eigene
Gefahr.
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Wintersportbekleidung, -ausrüstung und Skiverleih
Im Stadtzentrum befinden sich zwei moderne Skiverleih -
Unternehmen, ganz in der Nähe unserer städtischen TOURISTINFORMATION.
Verleih, Verkauf aber auch Service wird in beiden Einrichtungen in
der Nähe des Marktplatzes unserer Rennsteigstadt GROSS geschrieben.
Egal ob Sie Skifahren, Snowboarden, Langlaufen oder
Rodeln wollen, hier finden Sie die passende Wintersportausrüstung. Einmal im Jahr
findet eine Skibörse mit tollen Angeboten zu
Gebrauchtskiern statt.
Im Wintersportzentrum Neuhaus am Rennweg trifft man
auf weitere Sportgeschäfte und Warenhäuser, die auch Sportmode bereit
halten.
Und so finden nicht nur trendige Ski- und Snowboardhasen
etwas Originelles. Ob nun Bekleidung aus wind- und wasserdichten
Materialien, mit oder ohne Fell – es muss einfach schön warm halten!
Auch die Schuhläden haben sich auf die kalte Jahreszeit eingestellt,
falls doch die dick gefütterten Sneaker nicht mehr in den Koffer
passen…
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Skischule und Anfängerkurse
Die Touristinformation unserer Stadt ist bei der Vermittlung von
Skilehrern gern behilflich, lehren sie doch (nicht nur den Jüngsten)
das ABC des alpinen Sports, aber auch der nordischen Disziplinen.
Interessierte können auch in den Sportgeschäften nachfragen, denn die
privaten Unternehmen arbeiten mit versierten Skischulen
zusammen.
Erfahrene ehemalige Leistungssportler aus
unserer Rennsteigstadt und Nachbarstadt Lauscha, bei denen schon im
Kindesalter ihr Herz dem Wintersport gehörte, freuen sich darauf,
diese Leidenschaft übertragen zu können. Zudem können Fortgeschrittenenkurse für
Kinder, Jugendliche und Erwachsene in allen Disziplinen können
gebucht werden. Zum Beispiel gleichen Skatingtechniken im Skilanglauf
den Nordic Skating-Techniken. Aber auch hierbei unterscheidet man in
folgende Techniken:
- Schlittschuhschritt
- Diagonalskating
- Halbschlittschuhschritt
- Skating 1:1
- Skating 1:2
- Skating 1:2 mit aktivem Armschwung
- aktive Abfahrt
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Schneetelefon & Wintersportbedingungen
Tagesaktuell wird durch unsere Stadtverwaltung (Sport- und Kulturamt)
der Schneebericht an das Schneetelefon des >Regionalverbundes
Thüringer Wald< gemeldet. Von dort aus ergeht täglich eine
Sammelmeldung von allen Skigebieten im Thüringer Wald an
diverse Medien und wird außerdem auf der Website des >RV
Thüringer Wald< unter
www.thueringer-wald.com veröffentlicht.
Telefonisch können diese Daten über das Schneetelefon: 0180 5533-999
abgerufen werden. Ein Anruf kostet 14 Cent pro Minute
aus dem deutschen Festnetz, aus dem Mobilfunknetz abweichend.
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Wetterwarte „Am Bornhügel“
Der Bornhügel ist die höchste Erhebung von Neuhaus am Rennweg
(835mNN) und durch den Wasserturm nicht zu übersehen. Hier hat
eine Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes ihren Sitz. Sie ist ein
wichtiger Partner der städtischen TOURISTINFORMATION. Alltäglich werden aktuelle Wetterwerte und Wetterberichte (inkl.
Wetteraussichten) an unsere Gästeeinrichtung gemeldet und für
interessierte Gäste ausgehangen.
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Pferdeschlittenfahrten
Wer den Thüringer Wald, seine verschneite Landschaft, die
kerzengerade und vom dicken Raureif überzogenen Fichten und Tannen
mal ganz entspannt auf dem Pferdeschlitten erleben möchte, ist beim
ortsansässigen Reiterhof an der richtigen Adresse.
Romantik pur: Keine Geräusche außer das Schellengeläut der
Schlittenpferde, ab und an mal ein Pferdeschnauben und das Knirschen
der Schlittenkufe – traumhaft! So wie der verschneite Märchenwald
selbst!
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Winterwanderungen
Spaziergänge in der herrlich klaren Winterluft
fördern das allgemeine Wohlbefinden. Hierfür wird eine Wegstrecke von
rund 5 km so geräumt, sodass diese von Fußgängern genutzt werden
können: der Winterwanderweg "Rund um den Bornhügel" direkt neben dem
gleichnamigen Skiwanderweg.
Entlang des Rennsteiges führt der Winterwanderweg der Fußgänger/
Wanderer auch meist neben dem gespurten Skiwanderweg. In jedem Fall
ist deshalb eine gegenseitige Rücksichtnahme ratsam. Fußgänger
sollten darauf achten, die fürsorglich präparierten Spuren für
Skifahrer nicht zu zertreten. Vielen Dank!
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Winter-Events
Das Veranstaltungsangebot unserer Stadt Neuhaus am Rennweg und
Umgebung ist auch in den Wintermonaten vielseitig. Sehr beliebt sind
die >Bergweihnacht< (immer am 3. Adventswochenende) oder aber
die >Fackelwanderung< (immer am vorletzten Tag des Jahres,
organisiert durch die Neuhäuser Bergwacht).Auch >Eistauchen< beim Verein Octopus
ist möglich (meist im Januar oder Februar). Bei ausreichend Schnee
gibt es >Faschingsgaudi< am Skilift, und natürlich im
Kulturhaus…
Informieren Sie sich am besten über unseren
Veranstaltungskalender!
Zur Geschichte des Wintersports in der Region um Neuhaus am Rennweg
Die Geschichte des Wintersports in Thüringen und in unserer Region
ist noch nicht sehr alt. Erst vor ca. 120 Jahre begannen die ersten
Anfänge von wintersportlichen Aktivitäten.
Von den geografischen Bedingungen, der Meereshöhe und der
Mittelgebirgslage des Thüringer Schiefergebirges um den Rennsteig war
es gerade zu natürlich, dass der Wintersport nicht wie andere
Sportarten zuerst in den Städten anfing, sondern in den Gegenden um
den Rennsteig. Schneesicherheit war um die Jahrhundertwende noch mehr
an der Tagesordnung, als es heutzutage der Fall ist.
Überlieferungen über erste skiläuferische Aktivitäten gibt es 1890/91
in Neuhaus am Rennweg, 1895 in Ernstthal, 1896 in Ruhla, 1897 in
Mehlis und 1900 in Eisenach.
Aus unserer Thüringer Waldregion ging vom Wintersport eine
befruchtende Rolle auf ganz Deutschland aus. Die Thüringer Treitschke
und Dr. Offermann begannen schon 1884 mit dem Skilauf. In Neuhaus am
Rennweg war es 1890/91 Karl Kessler, der mit Skiern durch die
Landschaft lief.
Am 1. November 1905 wurde im benachbarten Ort Ernstthal am Rennsteig
der 1. Wintersportverein in unserer Gegend gegründet. Neuhaus am
Rennweg folgte damit am 20. Dezember 1905 und kurze Zeit danach hatte
auch Lauscha einen Wintersportverein.
In Neuhaus am Rennweg war es ein Arzt, der den Wintersportverein
stark befruchtete. Zusammen mit dem Gastwirt A. Müller, dem
Postverwalter Kröckel und seiner Ehefrau gründete dieser Arzt, namens
Dr. Michelet den Wintersportverein. Zu den Leitungsmitgliedern
zählten auch Lehrer, wie O. Wuckel, H. Höfer und Karl Jacob. 1906
hielt der Norweger Gröndahl in Neuhaus am Rennweg den ersten
Skilehrgang ab, an dem auch Sportler aus Ernstthal teilnahmen. Auch
1907 wurde ein weiterer Lehrgang in Neuhaus am Rennweg durch Norweger
durchgeführt. Die norwegischen Skilehrer waren meist Studenten in
Jena und Ilmenau. Im Jahre 1912 hatte der Neuhäuser Wintersportverein
bereits 91 Mitglieder.
Aufgrund derartiger Aktivitäten sprach es sich schnell herum, dass
die Ortschaften Oberhof, Friedrichroda, Brotterode, Ilmenau und nicht
zuletzt Neuhaus am Rennweg den Mittelpunkt des Thüringer Wintersports
bildeten.
Auch in den heutigen Ortsteilen Igelshieb und Schmalenbuche, die
heute zu Neuhaus am Rennweg gehören und bis 1923 noch selbständige
Ortschaften waren, wurden Wintersportvereine gegründet.
So kam es, dass sich Neuhaus am Rennweg seit dem letzten Drittel des
19. Jahrhunderts durch Wintersport, Wandern & Erholungsurlaub zu
einem beliebten Fremdenverkehrsort entwickelte. Mit einer Höhenlage
von 835 m über N.N., hoch auf dem Kamm des Thüringer Schiefergebirges
gelegen, hatte die Rennsteigstadt hervorragende natürliche
Voraussetzungen für den Wintersport.
Nach der Jahrhundertwende begann man auch Schanzen zu bauen, so
1908/09 auf der Königswiese in Ernstthal, 1909/10 die
Marktiegelschanze in Lauscha und auch die Schanze in der
Küchholzdelle in Neuhaus. Letztere galt längere Zeit als die Größte
in Thüringen. In den 20er Jahren wurde dann in Neuhaus die
Bärenschanze gebaut. Ernstthal wurde besonders durch die
Wintersportler Karl und Emil Böhm-Hennes, Adolf Böhm-Kautz, Max
Müller-Jäger und später Alfred Huhn in ganz Deutschland bekannt.
In Lauscha wurde in den 20er Jahren besonders Wilhelm Kobs Siege als
Wintersportler gefeiert. In Igelshieb waren es die Sportler Julius
Ehrhardt, Otto Ehrhardt, Paul Pforte, von Metsch und die Lehrer
Gladigow und Wolf, die als Wintersportler auf sich aufmerksam
machten.
Zu den ersten bekannten Skisportlern in Neuhaus am Rennweg gehörten
Max Ehrhardt, Franz Kröckel und Eduard Müller-Vitzthum. 1912 nahm
Eduard Müller-Vitzthum an den Deutschen Skimeisterschaften in
Immenstadt (Allgäu) teil.
Unumstritten war ein überragender Wintersportler dieser Jahre der
gebürtige Ernstthaler Karl-Böhm-Hennes (1891-1914), der 1911
Deutscher Meister und Österreichischer Meister in der Nordischen
Kombination wurde und mit einem 4. Platz am Holmenkollen 1912 auch
die norwegische Fachwelt beeindrucken konnte. Er fiel als Soldat im
1. Weltkrieg.
Zum Gedenken an die gefallenen Wintersportler wurde vom Thüringer
Wintersportverband am 04. September 1921 in Ernstthal, direkt am
Rennsteig, ein Denkmal eingeweiht. Dieses besteht noch heute und ist
im Winter ein beliebtes Ziel auf Skiern und im Sommer ein gern
besuchtes Wanderziel.
Leider führte der 1. Weltkrieg zum Niedergang des damaligen
Wintersport und Tourismus. Doch schon in den 20er Jahren gab es
wieder aktive Vereinsmitglieder wie Franz Kröckel, Eduard
Müller-Vitzthum und die Lehrer Franz Schippel sowie Arno Meisel, die
den Wintersport in Neuhaus wieder voran brachten. Zählte 1922 der
Wintersportverein in Neuhaus am Rennweg schon 197 Mitglieder, so
waren es 1924 bereits 260.
Die damalige Ski-Ausrüstung sind mit den heutigen idealen Bedingungen
in dieser Hinsicht nicht vergleichbar. Umso größer sind die damaligen
Leistungen einzuschätzen, denn eigentlich war nicht jeder sportlich
Begeisterte in der Lage sich zur damaligen Zeit Skier kaufen zu
können. Man behalf sich mit Fassdauben, die vorne zugespitzt wurden.
Einfache Riemenbindungen hielten sie an den Schuhen. Einheimische
Tischler aus Igelshieb und Neuhaus übernahmen schließlich die
Anfertigung der ersten Skier – heute können hochmoderne Ausrüstungen
sogar ausgeliehen werden...
(aus der Chronik von Adolf Bräutigam, Gest.: 16.02.2004)