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Aktualisiert: KRANKENHAUSSTANDORT NEUHAUS AM RENNWEG ERHALTEN

 

27.03.2021

 

Der Kreistag des Landkreises Sonneberg hat in seiner Sitzung am 25.03.2021 insgesamt drei Beschlüsse gefasst, die die Zukunft des Krankenhausstandortes Neuhaus am Rennweg wesentlich prägen werden, eigentlich aber bereits in den letzten beiden Jahren konsequent durch den REGIOMED-Verbund vorbereitet und zum größten Teil auch schon vor Ort in die Realität umgesetzt worden sind. Die Anzahl der vorhandenen Krankenhausbetten wurde seit 2018 um 50 % reduziert, die Abwanderung des Fachpersonals an andere Standorte forciert, Fachabteilungen geschlossen, ganze Stationen beräumt usw.

 

Die aktuelle Beschlussfassung gibt für den - man muss schon fast sagen - ehemaligen Krankenhausstandort folgende künftige Bezeichnung und Ausrichtung vor, wahlweise "intersektorales Gesundheitszentrum" oder "Klinik- und Gesundheitspark". Schon diese neuen Bezeichnungen machen die künftig stark ambulante Ausrichtung für den REGIOMED-Standort in Neuhaus am Rennweg deutlich.

 

Die noch übrige stationäre Fachkompetenz wird bezüglich der Inneren Medizin auf schlussendlich noch 30 Betten hinauslaufen, für den OP-Bereich ist nur noch Tageschirurgie vorgesehen. Eine täglich geöffnete Notaufnahme bleibt bis auf weiteres bestehen, wobei hier Patienten erst-versorgt und dann transportfähig für die anderen REGIOMED-Standorte vorbereitet werden.

 

Im Übrigen liegt der Schwerpunkt in der Schönen Aussicht 39 auf Vermietung an Praxen (MVZ, niedergelassene Ärzte, Physiotherapie usw.) sowie Sanitätshaus und Apotheke.

 

Ein Krankenhaus der Basisversorgung stellt man sich sicher anders vor. Korrekt wäre wohl eher, hier von einer stationären Minimalversorgung und ansonsten dem Charakter einer Poliklinik zu sprechen.

 

Im Vorfeld der Kreistagssitzung wurde durch den REGIOMED-Verbund durch aufklärende Gespräche in einzelnen Kreistagsfraktionen der Weg für die Zustimmung zu den Beschlussvorlagen geebnet. Dem Bürgermeister der betroffenen Stadt dagegen wurden bereits beim Betreten des Tagungsortes die Sitzungs-Regularien verdeutlicht, nämlich keinerlei Rederecht oder Meinungsäußerung. Seitens der Kreistagsmitglieder bestand keinerlei Bedarf der Anhörung der betroffenen Stadt. In Sonneberg oder den anderen REGIOMED-Standorten wäre so etwas sicher undenkbar.

 

Mangels Trägerschaft der Stadt für die Aufgabe Gesundheitsversorgung - das ist in Thüringen Sache der Landkreise - und mangels Gesellschafteranteile der Stadt am REGIOMED-Verbund bleiben für die Stadt nur die üblichen Einflussmöglichkeiten, wie für andere "Wirtschaftszweige" auch, nämlich die infrastrukturellen Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln und den Wirtschaftsstandort Neuhaus am Rennweg attraktiv für ansiedlungswillige Unternehmen und für zuzugswillige Bürger zu gestalten, durch zahlreiche Arbeitsplätze, hervorragende Kinderbetreuung und Schulen mit Alleinstellungsmerkmalen, durch sehr gute Möglichkeiten der Naherholung und Freizeitbetätigung.

 

Eine starke ambulante Versorgung ist nicht nichts! Viele medizinische Versorgungsleistungen werden ohnehin nicht mehr in Krankenhäusern erbracht, sondern ambulant. Es gibt sogar einen Fachausdruck dafür: Verstärkte Ambulantisierung.

 

Ziel der Stadt ist es deshalb, im Stadtgebiet mindestens einen niedergelassenen Arzt jedweder Fachrichtung vorweisen zu können bzw. anzusiedeln. Darauf wird sich die Politik der Stadt konzentrieren müssen.

 

Insofern wird die Stadt selbstverständlich den REGIOMED-Verbund bei der weiteren Umgestaltung des medizinischen Standortes in Neuhaus am Rennweg im Rahmen ihrer gesetzlichen und finanziellen Möglichkeiten begleiten.

 

Seitens zahlreicher Einwohner in der Region wird die Reduktion der stationären Versorgung in Neuhaus am Rennweg als Verlust und Rückschritt beurteilt. Wer mag hier widersprechen: Seit 1970 und weiter in den 1980er Jahren bis heute war jedem die wohnortnahe medizinische Versorgung in Neuhaus am Rennweg ein Gewinn und gab ein Gefühl von Sicherheit für persönliche Notfälle. 

 

Das Freie Wort berichtet in seiner Ausgabe vom 27.03.2021 im Lokalteil Rennsteigregion wie folgt:

 

Freies Wort Lokalteil Rennsteigregion 27.03.2021

 

 

24.03.2021

 

Der Kreistag des Landkreises Sonneberg befindet am 25.03.2021 in einer öffentlichen Sondersitzung über die Zukunft des Krankenhausstandortes Neuhaus am Rennweg.

 

Die Einladung und Tagesordnung für die Sitzung finden Sie unter dem folgenden Link:

 

Einladung und Tagesordnung Sitzung des Kreistages Sonneberg am 25.03.2021

 

 

 

 

 

Freies Wort berichtet am 02.03.2021 über die Sitzung des Kreistages am 24.02.2021 wie folgt:

 

Freies Wort Lokalteil 02.03.2021 zur Kreistagssitzung am 24.02.2021

 

 

26.02.2021

 

Freies Wort berichtet über die Inbetriebnahme der Kurzzeitpflegestation wie folgt:

 

Freies Wort Lokalteil 26.02.2021 zur Kurzzeitpflegestation

28.09.2020

 

REGIOMED-Geschäftsführung stellt Zukunftskonzept für den Klinik- und Gesundheitspark Neuhaus am Rennweg in der öffentlichen Stadtratssitzung vor.

Das Konzept finden Sie unter folgendem Link:

 

Anlage zur Niederschrift der Sitzung des Stadtrates vom 28.09.2020

 

 

Einstimmiger Grundsatzbeschluss des Stadtrates der Stadt Neuhaus am Rennweg zum Erhalt des Krankenhauses in Neuhaus am Rennweg vom 08. Juni 2020

 

Der Stadtrat der Stadt Neuhaus am Rennweg fordert den Landkreis Sonneberg und den REGIOMED-Verbund auf, am Krankenhausstandort Neuhaus am Rennweg keine weiteren Streichungen oder Reduzierungen von Leistungen vorzunehmen und stattdessen ein dem Bedarf entsprechendes Zukunftskonzept zur weiteren Entwicklung zeitnah umzusetzen.

 

Der Stadtrat der Stadt Neuhaus am Rennweg fordert den REGIOMED-Verbund auf, die Gewinn- und Verlustrechnung 2019 und den Wirtschaftsplan 2020 bezogen auf das Krankenhaus Neuhaus am Rennweg vorzulegen.

 

In dem Wirtschaftsplan 2020 ist die Verwendung des von der Deutschen Krankenhausgesellschaft ab dem Jahr 2020 gewährten Sicherstellungszuschlages für das Krankenhaus Neuhaus am Rennweg in Höhe von 400.000 Euro nachzuweisen.

 

Dieser Sicherstellungzuschlag wird ausschließlich bedarfsnotwendigen ländlichen Krankenhäusern gewährt, die wegen ihrer Bedeutung für die zeitgerechte Erreichbarkeit im Rahmen der wohnortnahen Versorgung gestärkt werden sollen. Er ist u.a. an die Vorhaltung einer 24h-Notaufnahme an 7 Tagen pro Woche gebunden.

 

Der Stadtrat der Stadt Neuhaus am Rennweg fordert den REGIOMED-Verbund auf, zu gewährleisten, dass der im 7. Thüringer Krankenhausplan 2017 bis 2022 – Stand Januar 2020 – definierte Versorgungsauftrag durch das Krankenhaus Neuhaus am Rennweg dauerhaft für die Rennsteigregion erfüllt wird.

 

Der Stadtrat der Stadt Neuhaus am Rennweg fordert den REGIOMED-Verbund auf, alles zu tun, um durch eine klare Zukunftsperspektive die Abwanderung von Fachpersonal zu beenden.

 

Gez. 

Uwe Scheler

Bürgermeister

 

Tobias Rosenbaum

Fraktionsvorsitzender CDU

 

Anett Lämmchen

Fraktionsvorsitzende FWR/FDP/SPD

 

Philipp Müller

Fraktionsvorsitzender DIE LINKE

 

Frank Haag

Fraktionsvorsitzender AFD

 

 

 

 

27.05.2020 Onlinepetition gestartet:

 

Krankenhausstandort Neuhaus am Rennweg erhalten - keine weiteren Leistungen streichen!

 

Am Krankenhausstandort Neuhaus am Rennweg wurden in den vergangenen Jahren immer mehr Leistungen gestrichen – das muss ein Ende haben!

 

Der Krankenhausstandort Neuhaus am Rennweg ist für die Rennsteigregion und für sein Einzugsgebiet mit zehntausenden von Einwohnern unentbehrlich.

 

Eine gute Ausstattung des Krankenhauses rettet Leben.

 

Die Gesundheit der Menschen darf nicht länger dem Geld untergeordnet werden.

 

Deshalb fordern wir:

 

Erhalt des Krankenhausstandortes Neuhaus am Rennweg!

 

Keine erneute Streichung von Leistungen!

 

Leistungsangebot den Bedürfnissen der Bewohner unserer Region anpassen:

 

Abteilungen Innere Medizin und Chirurgie, Intensivstation,

24 Stunden/7 Tage Notaufnahme,

24 Stunden/7 Tage Unfallchirurgie,

24 Stunden/7 Tage Anästhesist,

Laborzeiten wieder ausweiten,

24 Stunden/7 Tage besetzte Pforte!

 

Erarbeitung eines Zukunftskonzeptes durch die REGIOMED-Geschäftsleitung unter Einbeziehung der Mitarbeiter, der Stadt Neuhaus am Rennweg und des Landkreises Sonneberg um den Standort Neuhaus am Rennweg langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln.

 

Neuhaus am Rennweg, den 27.05.2020

 

Uwe Scheler, Bürgermeister, Neuhaus am Rennweg

Jonas Greiner, Mitglied des Kreistages, Lauscha

Philipp Müller, Mitglied des Stadtrates, Neuhaus am Rennweg

 

Begründung

 

Die Gesundheit der Menschen in unserer Region darf nicht aufs Spiel gesetzt werden.

 

Die Bevölkerung wird immer älter, das bedeutet auch ein wachsendes Bedürfnis nach besserer gesundheitlicher Versorgung.

 

Wir dürfen nicht an der Gesundheit der Menschen sparen.

 

In den vergangen Jahren wurden bereits zu viele Leistungen am Standort Neuhaus am Rennweg gekürzt.

 

Folgende Veränderungen am Krankenhausstandort Neuhaus am Rennweg gab es in den letzten Jahren:

 

Gynäkologie und Entbindungsstation – gestrichen • Labor – nur noch begrenzt tätig • 24-Stunden-Pforte – gestrichen • Intensivstation – gestrichen • Frühreha – gestrichen • IMC-Betten – Kapazitäten reduziert • Küche - nach Lichtenfels verlegt • Anästhesie – nur noch in bestimmten Zeiten • Operationen – nur noch in bestimmten Zeiten

 

 

UNTERZEICHNEN SIE JETZT DIE ONLINE-PETITION!

 

FOLGEN SIE DIESEM LINK - KRANKENHAUSTANDORT NEUHAUS AM RENNWEG ERHALTEN

 

 

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